18.12.2025

Es geht um: Hessen, Teamfeeling, Pferde

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­Drei Dinge stehen beim Fraport-Hessentag im Mittelpunkt: die hessischen Reiter, der Mannschaftsgedanke und – natürlich – die Pferde. Der Hessentag ist nicht nur fester Bestandteil des Internationalen Festhallen Reitturniers Frankfurt, der Hessentag ist ein Herzstück des Turniers.

Es geht direkt mit einer Mannschaftsprüfung los: Die D*T*M Dressage Masters präsentiert durch die Familien Kippert, Pistner, Roth, Schmidt und die Kronenhof Langen Stiftung haben schon eine 15-jährige Tradition in der Festhalle. Jedes Team besteht aus einem Ponyreiter, einem Junior und einem Jungen Reiter, die Teams geben sich Namen und kämpfen gemeinsam um Punkte. Die Snowflakes Riders und die Showlights haben es so spannend gemacht wie selten. Mit 208,976 Punkten siegten am Ende die Snowflakes Riders, wahnsinnig knappe 0,25 Punkte vor den Showlights. Zum Siegerteam gehörten Ponyreiterin Mariette Elisa Appel und ihr 21-jähriger Mister Dornik, Juniorin Mai Stößel und der 16-jährige Ester und die Junge Reiterin Joan Fabienne Weske-Haas mit dem 19-jährigen Riverdance. 

Der Teamgedanke spiegelte sich auch in der nächsten Prüfung wider, einer Mannschafts-Quadrille der Klasse A, der Preis der Familie Klaus-Peter Schmidt. Sechs Mannschaften gingen an den Start, der RV 1925 Wiesbaden-Erbenheim dominierte mit der Wertnote 8,95 vor dem RFV Wiesbaden-Kloppenheim mit 8,6. In der Siegerquadrille ritten Janina Vogt auf Rosalie, Jessica Will auf Rosebelle, Emily Kraffke auf Sir Wester und Marisa Günther auf For my Melody.

Auch im Teamspringen der Kreisreiterbünde, im Preis des Pferdesport Journals, geht es in erster Linie um Teamfeeling. Der Bezirksreiterbund Oberhessen-Mitte musste in drei Runden nur einen Abwurf notieren und sicherte sich damit den Sieg vor dem Kreisreiterbund Odenwald mit einem Abwurf und zwei Zeitfehlern. Nina-Sophie Ernst (Can Fly), Gerome Graefe (Number Five) und Veronique Endrejat (Zhoey) bildeten das siegreiche Team unter der Leitung von Timo Wilhelm Welmer. 

Der besondere ‚Kick‘ beim Finale im Preis der Dieter-Hofmann-Stiftung sind nicht zuletzt die ganz speziellen Juroren. Jedes Jahr sitzen drei internationale Top-Springreiter an der Seite der Richter und kommentieren die Ritte im Finale der besten Vier. Das sorgt für einen zusätzlichen Lerneffekt bei Zuschauern und Reitern und gibt einen wunderbaren Motivationsschub.  Das Finale wird in einem Stilspringen der Klasse M ausgetragen, der Stil als Voraussetzung für richtiges und effektives Reiten. Der Jüngste des Finals 2025 war der 14-jährige Hendrik von Stein, der zugleich auch mit dem jüngsten Pferd antrat, mit der siebenjährigen Latina. Genau dieses Paar sammelte die meisten Punkte. Endergebnis: 26,9 Wertnotenpunkte. Das bedeutete den Sieg. Europameister Richard Vogel kommentierte: „Gratulation, das hast Du sehr gut und souverän geritten. Du hast Dein Pferd immer passend und sehr gut unterstützt.“ Deutschlands aktuell erfolgreichste Amazone, Sophie Hinners, ergänzte: „Das war eine souveräne Runde mit sehr viel Übersicht.“ Und auch Felix Haßmann war begeistert: „Sehr gute Runde, aus dem Sitz heraus geritten mit viel Plan und Übersicht!“ 

Ganz viel Raum bekommt am Fraport-Hessentag auch Hessens ganz junger Pferdesport-Nachwuchs: Im Nürnberger Burg-Pokal der hessischen Junioren, einem kombinierten Dressur- und Springreiter-Wettbewerb der Klasse E und im Linsenhoff-Förderpreis, einem Reiter-Wettbewerb in vier Gruppen. 
 
Wäller Siegeswind
Sieben Vereine, sieben Schaubilder, mehr als 300 Aktive, unheimlich viel Herzblut und eine tobende Festhalle – der USG Schauwettkampf der hessischen Vereine präsentiert vom Land Hessen war der ‚Knaller‘ zum Abschluss des Hessentags. 

Die prominent besetzte Jury unterstrich die Bedeutung dieses Herzblut-Wettkampfs: Von Gastgeberin Ann Kathrin Linsenhoff bis zur Präsidentin des Landessportbundes Hessen, Juliane Kuhlmann, vom Leiter des Olympiastützpunkts Frankfurt-Rhein-Main, Markus Kremin bis zu Fecht-Olympiasiegerin Conny Hanisch, von Hit Radio FFH Moderatorin Evren Gezer und Sabine Höpfner von der Fraport AG bis hin zu Stefan Schwanbeck, Gründer und Inhaber von USG, und die Reiter Philipp Schulze Topphoff und Johanna Beckmann – die Jury des Schauwettkampfs war breit aufgestellt. Und die Jury war sich einig: das Team „Die Islandpferdefreunde Wäller Wind e.V.“ haben mit ihrer ‚Jubiläumsshow - 25 Jahre Wäller Wind‘ gewonnen – mit der großen Isländer-Quadrille, die glitzerte, funkelte, präzise und trotzdem rasant war. Und am Rande wickelten die eifrigen Hunde beim Dog Frisbee die Zuschauer um den Finger. Eine rundum top gelungene Schaunummer. Und auch bei der Hit Radio FFH Applauswertung war der Siegerverein nicht zu schlagen – man spürte tatsächlich das Beben der Halle, als die Zuschauer jubelten, klatschten, trampelten und pfiffen, um ihrem Top-Verein ihre Stimme zu geben. Bestes Vereins-Feeling in der Festhalle!
 
Die Finals für die Allerbesten

Morgen früh, am Freitag, wird es dagegen in der Festhalle sehr ruhig werden, wenn um 8.00 Uhr die Louisdor-Preis-Finalisten zu ihrer ersten Prüfung antreten. Es sind die besten Grand Prix-Nachwuchspferde Deutschlands, die sich am Jahresende zum 19. Mal in der Festhalle präsentieren. In ein paar Jahren werden genau diese Kandidaten vielleicht eine Prüfung später in Frankfurt an den Start gehen: Um 10.00 Uhr beginnt die Premiere des Top 12 Dressage Finals mit den absolut besten Dressurpaaren der Welt.
Alle Ergebnisse finden Sie unter: Starter und Ergebnislisten IFRF 2025
(KiK/pe&pa)
 
Der Fernseh-Tipp
Tipp für alle, die am Turniersonntag nicht in der Festhalle vor Ort sein können: Das HR-Fernsehen berichtet live vom Großer Preis von Hessen präsentiert von der Deutschen Vermögensberatung AG von 16 Uhr bis 17.45 Uhr.

Internationales FESTHALLEN REITTURNIER Frankfurt
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https://festhallenreitturnier-frankfurt.com